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Garten- & Landschaftsbau

Garten anlegen in Wolfsburg: Was Boden und Lage vorgeben

Ein Garten wird nicht bepflanzt, sondern zuerst geplant: Der Fachbetrieb klärt Zuschnitt, Himmelsrichtung, Wind, Entwässerung und Nutzung, bevor die erste Pflanze ausgesucht wird. Danach folgen in fester Reihenfolge Erdarbeiten, Leitungen, Wege und befestigte Flächen, dann Rasen und Bepflanzung. Wer diese Kette umdreht und mit dem Pflanzenkatalog beginnt, baut später wieder um.

Was gibt die Lage im Flachland vor?

Wolfsburg liegt im norddeutschen Flachland. Das bedeutet erstens: wenig Hanglage, also selten die Notwendigkeit für aufwendige Abfangungen, dafür häufiger die Frage, wohin das Wasser läuft, wenn es nirgendwo bergab geht. Zweitens: Wind, der wenig findet, was ihn bremst. Ausgeprägte Westwetterlagen tragen über weite Strecken Regen und Böen heran, und ein Garten ohne Windschutz ist im Alltag deutlich weniger nutzbar als einer mit gegliederter Struktur. Drittens: Winter, die eher feucht und trüb als streng sind, und Sommer, die kühler bleiben als im Süden. Für die Planung heißt das konkret, dass Sitzplätze an einer geschützten Seite besser funktionieren als in der offenen Fläche, dass Hecken und gestaffelte Pflanzungen mehr bringen als eine einzelne Wand, und dass Flächen, die im nassen Halbjahr ständig unter Wasser stehen, ein Entwässerungsthema haben und kein Pflanzenthema. Ob und wie Sie Regenwasser auf dem Grundstück versickern lassen dürfen oder ableiten müssen, sagt Ihnen die zuständige Stelle. Diese Auskunft gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende.

Warum ähneln sich die Gärten in der Nachbarschaft?

In einer planmäßig angelegten Stadt entstehen Grundstücke selten einzeln. Wo Reihenhäuser und Zeilenbauten in einer Bauphase geplant wurden, haben die zugehörigen Gärten oft ähnliche Zuschnitte, ähnliche Größen und ähnliche Ausrichtung. Das ist beim Planen ein handfester Vorteil. Sie können sehen, was in vergleichbaren Gärten funktioniert und was nicht: welche Hecke nach einigen Jahren zu breit wird, welcher Baum den Nachbarn verschattet, wo Wasser stehen bleibt, welcher Belag im nassen Halbjahr rutschig wird. Diese Beobachtung ersetzt keine fachliche Beurteilung vor Ort, aber sie ist die nächstbeste Vergleichsgrundlage. Ein weiterer Punkt betrifft die Größe: Wo Gärten schmal und länglich zugeschnitten sind, lohnt sich die Gliederung in Zonen mehr als eine große offene Fläche, weil der Garten dadurch größer wirkt und mehrere Nutzungen nebeneinander möglich werden. Und wo Grundstücke dicht beieinanderliegen, ist der Abstand der Pflanzung zur Grenze kein Detail, sondern eine Frage, die Sie vorher klären sollten, damit es später keinen Streit gibt.

In welcher Reihenfolge wird gebaut?

Die Reihenfolge im Garten ist so streng wie im Haus, wird aber seltener eingehalten. Zuerst kommt der grobe Plan mit Nutzungen und Zonen. Dann folgen alle Arbeiten, die Maschinen brauchen: Erdbewegung, Aushub, Entwässerung. Dann kommen Leitungen für Wasser und Strom, auch dort, wo Sie erst später etwas anschließen wollen, denn ein Leerrohr unter dem fertigen Weg nachzurüsten ist teuer. Dann kommen befestigte Flächen, Wege und Terrasse. Erst danach Boden, Rasen und Pflanzung. Wer die Bepflanzung vorzieht, fährt beim nächsten Schritt mit der Maschine darüber. Ein guter Betrieb sagt das von selbst und schlägt vor, in Etappen zu bauen, wenn nicht alles auf einmal machbar ist. Etappen sind kein Zeichen von Kompromiss, sondern von Planung, solange die Reihenfolge stimmt und die späteren Schritte vorbereitet werden.

Woran erkennen Sie ein gutes Angebot?

Wer plant, vergleicht, und wer vergleicht, braucht gleiche Grundlagen. Ein gutes Angebot entsteht nach einem Ortstermin und beschreibt Flächen, Mengen, Materialien und Aufbauten, nicht nur ein Ergebnis. Es sagt, wie tief der Aufbau unter der Terrasse wird, wie der Untergrund vorbereitet wird, was mit dem Aushub geschieht und wer ihn abfährt. Es benennt die Pflanzen nach Art und Größe, nicht als Sammelposten. Und es sagt etwas zur Pflege in den ersten Jahren, denn eine neue Pflanzung entscheidet sich nicht bei der Übergabe, sondern im zweiten Sommer. Geben Sie allen Betrieben dieselbe Aufgabenbeschreibung, sonst vergleichen Sie verschiedene Gärten. Fragen Sie außerdem nach der Jahreszeit. Pflanzungen haben Zeitfenster, in denen sie besser anwachsen, und ein Betrieb, der Ihnen davon abrät, jetzt sofort zu pflanzen, denkt an das Ergebnis und nicht an seinen Auftragseingang. Achten Sie zuletzt darauf, wie ein Betrieb über Pflege spricht. Wer Ihnen sagt, ein Garten mache keine Arbeit, verkauft eine Vorstellung. Wer erklärt, welche Arbeit wann anfällt und was Sie selbst übernehmen können, plant mit Ihnen.

Was Sie mitnehmen sollten

Klären Sie Wasser und Wind vor der Pflanzenauswahl. Halten Sie die Reihenfolge von Erdarbeiten über Leitungen und Wege bis zur Bepflanzung ein, auch wenn Sie in Etappen bauen. Und nutzen Sie die ähnlich zugeschnittenen Gärten in der Nachbarschaft als Anschauung dafür, was in einigen Jahren aus Ihrer Planung wird.

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