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Fitnessstudio in Wolfsburg: Auswahl, Vertrag und Einstieg

Das passende Studio ist nicht das mit den meisten Geräten, sondern das, in das Sie im Februar an einem nassen Abend noch hineingehen. Deshalb entscheiden zwei Dinge über Ihre Wahl, bevor irgendetwas anderes zählt: die Lage auf Ihrem täglichen Weg und die Öffnungszeiten, die zu Ihrem Arbeitsrhythmus passen. Erst danach kommen Ausstattung, Betreuung und Vertrag, und der Vertrag ist der Teil, den Sie in Ruhe lesen sollten, bevor Sie ihn unterschreiben.

Welches Studio passt zu welchem Ziel?

Die Studios unterscheiden sich weniger in den Geräten als in dem, wofür sie gebaut sind. Ein großes Studio mit breitem Angebot, Kursen und langen Öffnungszeiten passt zu jemandem, der flexibel bleiben will und selbst weiß, was er tut. Ein kleines Studio mit persönlicher Betreuung passt zu jemandem, der Anleitung braucht oder nach einer Verletzung wieder anfängt. Ein reines Gerätestudio ohne Personal ist günstig und rund um die Uhr offen, aber wer dort ohne Vorerfahrung hineingeht, trainiert falsch und weiß es nicht. Fragen Sie sich deshalb zuerst, was Sie erreichen wollen und wie viel Anleitung Sie dafür brauchen. Für Menschen, die körperlich arbeiten oder in Schichten arbeiten, kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die Öffnungszeiten müssen zu einem Tag passen, der nicht immer gleich aussieht, und ein Studio, das nur abends belebt ist, ist morgens nach der Nachtschicht angenehm leer. In einer Stadt mit einem großen Industriestandort ist das keine Randfrage. Gehen Sie deshalb einmal zu der Zeit hin, zu der Sie später trainieren wollen, und nicht zu der, zu der man Sie einlädt.

Was steht wirklich im Vertrag?

Der Vertrag ist der Teil, über den nachher gestritten wird, und er ist beim Abschluss der Teil, den niemand liest. Vier Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie unterschreiben. Erstens die Laufzeit: Wie lange sind Sie gebunden, und was passiert danach. Zweitens die Verlängerung: Verlängert sich der Vertrag automatisch, und um welchen Zeitraum. Drittens die Kündigung: Bis wann muss sie da sein, in welcher Form, und an wen. Genau hier liegt die Falle, die die meisten trifft. Es gibt in aller Regel ein Fenster, in dem gekündigt werden muss, und wer es verpasst, hängt in der nächsten Runde. Viertens die Sonderfälle: Was gilt bei Umzug, bei längerer Krankheit, bei einer Verletzung. Setzen Sie sich, sobald Sie unterschrieben haben, eine Erinnerung auf den Zeitpunkt, an dem Sie kündigen müssten, falls Sie nicht verlängern wollen. Das ist der wirksamste Handgriff überhaupt und dauert eine Minute. Wer sich auf sein Gedächtnis verlässt, verlängert. Und kündigen Sie schriftlich mit Nachweis, nicht an der Theke im Vorbeigehen. Was in Ihrem Fall gilt, steht in Ihrem Vertrag, und den sollten Sie behalten.

Wie kommen Sie über die ersten Wochen?

Die ersten Wochen entscheiden, und sie scheitern fast immer am selben Fehler: zu viel. Wer sich vornimmt, viermal pro Woche zu gehen, geht drei Wochen lang viermal und danach nicht mehr. Wer sich zweimal vornimmt, geht zweimal, und zwar auch im dritten Monat. Der zweite Fehler ist der fehlende Plan. Ohne Plan macht man das, was man kennt, und das ist meistens das, was man ohnehin gut kann. Lassen Sie sich deshalb einweisen, auch wenn es Überwindung kostet, und lassen Sie sich einen Plan schreiben, der zu Ihrem Ziel passt. Der dritte Fehler ist der falsche Zeitpunkt. Suchen Sie einen festen Termin in der Woche, nicht eine Absicht. Und rechnen Sie mit dem Wetter: Im norddeutschen Flachland sind die Winter lang, feucht und trüb, und genau dann bricht die Regelmäßigkeit ein. Ein Studio auf dem Heimweg übersteht diesen Winter, eines, für das Sie einen Umweg fahren müssen, meistens nicht.

Woran erkennen Sie ein Studio, das Sie ernst nimmt?

Wer plant, vergleicht, und wer vergleicht, braucht gleiche Grundlagen. Fragen Sie deshalb überall dasselbe: Was kostet die Mitgliedschaft, was kommt an Gebühren hinzu, was ist die Laufzeit, was ist die Kündigungsfrist, was ist beim Einstieg enthalten. Ein Studio, das Ihnen den Vertrag zum Mitnehmen gibt und Sie in Ruhe lesen lässt, ist ein gutes Zeichen. Ein Studio, das Sie mit einem Angebot unter Zeitdruck setzt, das nur heute gilt, ist eines. Fragen Sie außerdem, ob eine Einweisung enthalten ist, wer sie macht und ob es zwischendurch jemanden gibt, der Ihnen auf die Finger schaut. Und lassen Sie sich ein Probetraining geben. Wer Ihnen keines anbietet, verkauft eine Mitgliedschaft und keine Trainingsmöglichkeit.

Was Sie mitnehmen sollten

Wählen Sie nach Weg und Öffnungszeit, nicht nach Ausstattung, denn das entscheidet, ob Sie hingehen. Lesen Sie vor der Unterschrift Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsfenster und setzen Sie sich sofort eine Erinnerung auf den Kündigungstermin. Und nehmen Sie sich weniger vor, als Sie könnten.

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