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Elektroinstallation in Wolfsburg: Wann sich eine Modernisierung lohnt

Eine Modernisierung der Elektroinstallation lohnt sich, sobald im Verteiler noch Schraubsicherungen sitzen, Fehlerstromschutzschalter fehlen, Leitungen ohne Schutzleiter verlegt sind oder die Zahl der Steckdosen dazu zwingt, dauerhaft mit Mehrfachverteilern zu arbeiten. Das sind keine Schönheitsfragen, sondern die Punkte, an denen ein Fachbetrieb die Anlage bewertet. Wann Sie modernisieren, entscheidet dabei über die Kosten fast stärker als die Frage, wer es tut, denn Elektroarbeiten hängen an allem, was sonst noch gebaut wird.

Was sagt das Baualter über die Anlage aus?

Elektroinstallationen altern nicht sichtbar. Die Steckdose an der Wand sieht nach Jahrzehnten aus wie am Anfang, während sich dahinter Technik und Anforderungen vollständig verändert haben. Der Bestand einer planmäßig angelegten Stadt macht diese Frage leichter beantwortbar als anderswo. Wo ganze Zeilen und Reihenhausgruppen in einer Bauphase entstanden sind, wurden sie auch nach dem damaligen Stand der Technik gleich ausgestattet: ähnliche Verteiler, ähnliche Leitungsquerschnitte, ähnlich wenige Stromkreise. Wer wissen möchte, was ihn erwartet, kann sich deshalb an dem orientieren, was Nachbarn mit vergleichbarem Haus bereits erneuert haben. Das ersetzt keine Prüfung, aber es ordnet die Erwartung. Der zweite Punkt ist die Nutzung. Haushalte betreiben heute Geräte, an die bei der Errichtung niemand gedacht hat: Wärmepumpen, Ladepunkte, Klimageräte, ganze Netzwerke im Arbeitszimmer. Eine Anlage, die für Licht, Radio und Herd geplant wurde, wird dadurch nicht sofort gefährlich, aber sie kommt an Grenzen, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Der Fachbetrieb misst, prüft und dokumentiert, was da ist, und daraus ergibt sich der Umfang.

Welche Anzeichen sprechen für eine Erneuerung?

Es gibt Hinweise, die eine Prüfung nahelegen, und es gibt Hinweise, die keinen Aufschub dulden. Zur ersten Gruppe gehören zu wenige Steckdosen, fehlende Leerrohre, ein Verteiler ohne Platz für Erweiterungen und Lichtschalter an Stellen, die zur heutigen Möblierung nicht passen. Zur zweiten Gruppe gehören Sicherungen, die ohne erkennbaren Anlass auslösen, warme Steckdosen, flackerndes Licht beim Anlaufen großer Geräte, ein Brandgeruch in der Nähe des Verteilers und beschädigte Leitungen. Wer solche Beobachtungen macht, sollte den betroffenen Bereich abschalten und einen Betrieb rufen, statt zu warten. Dazwischen liegt der häufigste Fall: Es funktioniert alles, aber niemand weiß genau, was in den Wänden liegt. Dann hilft eine Bestandsaufnahme mit Messprotokoll. Sie kostet überschaubar wenig, schafft aber die Grundlage, auf der sich anschließend überhaupt planen und vergleichen lässt. Ohne diese Grundlage bleibt jedes Angebot eine Vermutung, und Vermutungen werden auf der Baustelle regelmäßig teurer als geplant.

Wie hängen Elektroarbeiten mit dem Rest zusammen?

Elektroarbeiten sind das Gewerk mit den meisten Abhängigkeiten. Sie kommen nach dem Rohbau und vor dem Putz, nach dem Estrich und vor dem Bodenbelag, und wer sie in der falschen Reihenfolge einplant, zahlt zweimal. Deshalb lohnt es sich, alle Vorhaben der nächsten Jahre einmal zusammen zu betrachten, bevor der erste Betrieb anfängt. Steht ohnehin eine neue Küche an, ein Bad, ein Dachgeschossausbau oder eine neue Heizung, dann gehört die Elektrik in dieselbe Planung. Auch der umgekehrte Fall kommt vor: Wer einen Ladepunkt für ein Fahrzeug plant, braucht eine Aussage zum Hausanschluss, und die kommt nicht vom Küchenstudio. Sinnvoll ist eine schriftliche Liste, was wann geschehen soll. Auf dieser Liste steht dann auch, wo Leerrohre vorsorglich mitverlegt werden, selbst wenn sie zunächst leer bleiben. Ein Leerrohr im Rohbau kostet fast nichts. Dieselbe Leitung nachträglich in eine fertige Wand zu bringen, kostet Stemmarbeit, Putz, Farbe und einen zweiten Termin.

Woran erkennen Sie einen passenden Betrieb?

Ein passender Betrieb fragt zuerst, was Sie vorhaben, und erst danach, was Sie bestellen möchten. Er kommt vorbei, öffnet den Verteiler, schaut sich den Hausanschluss an und beschreibt anschließend, was er gesehen hat. Im Angebot stehen Positionen, Stromkreise, Anzahl der Auslässe und die Frage der Dokumentation, nicht nur eine Summe. Achten Sie darauf, ob Prüfung und Protokoll ausdrücklich enthalten sind, denn beides brauchen Sie später, wenn verkauft, vermietet oder erweitert wird. Vergleichbar werden mehrere Angebote nur, wenn alle dieselbe Aufgabe bekommen haben. Schreiben Sie also einmal auf, was gewünscht ist, und geben Sie diese Beschreibung jedem Betrieb. Und planen Sie Vorlauf ein. In einer Stadt, die von der Automobilindustrie und ihren Zulieferern geprägt ist, sind auch die Handwerksbetriebe gut ausgelastet, gute Termine haben Wartezeit, und wer erst im Schadensfall sucht, sucht unter Druck.

Was Sie mitnehmen sollten

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme, nicht mit einem Angebot. Bündeln Sie alles, was in den nächsten Jahren ansteht, in eine Planung, damit die Elektrik zum richtigen Zeitpunkt kommt und nicht hinterher. Und lassen Sie sich Prüfung und Dokumentation im Angebot ausweisen, denn sie sind später die Grundlage jedes weiteren Schritts.

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